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02. Dez.

Vortrag Prof. Dr. S. Hornung: „Landschaftsarchäologische Forschungen zur eisen- und römerzeitlichen Besiedlung im westlichen Hunsrück“

Sabine Hornung gibt in ihrem Vortrag einen Überblick über
die Ergebnisse aus 20 Jahren systematischer landschaftsarchäologischer
Forschungen im Hochwaldgebiet. Auf deren Basis lässt sich ein
überraschend detailliertes und weit über den Zentralort Hunnenring
hinausreichendes Bild der keltischen Besiedlung, ihrer Struktur und
Entwicklung – insbesondere während des 2. und 1. Jahrhunderts v. Chr. –
zeichnen. Selbst wesentliche Mechanismen räumlicher und politischer
Verschiebungen werden fassbar und erlauben zugleich ein besseres
Verständnis von Kontinuitäten und Diskontinuitäten in die folgende
Römerzeit hinein. Welche keltischen Siedlungen überlebten diese
prägende Zeit des kulturellen Wandels und welche fielen besagten
Veränderungen aus welchen Gründen zum Opfer? Auch mit Blick auf die
Besiedlungsmuster der Römerzeit selbst konnten durch die
flächendeckende Untersuchung der Region um das caesarische
Militärlager Hermeskeil und den gezielten Vergleich mit anderen
mikroregionalen Studien rund um den Hochwald wesentliche neue
Erkenntnisse gewonnen werden. Dies betrifft einerseits die Existenz
eines überraschend dichten Netzwerkes ländlicher Gehöftsiedlungen,
welches sogar Rückschlüsse auf gesellschaftliche Organisationsformen
erlaubt, aber auch die Entstehung der vici als römischen
Zentralsiedlungen unterschiedlichen Ranges sowie der großen Gutshöfe
als Sitz einer ländlichen Elite. Einmal mehr gestattet dabei ein
diachroner Blick das Erkennen von grundlegenden Entwicklungen und den
für diese maßgeblichen Faktoren. Besonders deutlich wird dies am
Beispiel der Spätantike – einer Epoche, in der das Hochwaldgebiet
bereits früh, etwa seit dem Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr., in ein
infrastrukturelles Abseits geriet. So lässt sich letztlich auch das
weitgehende Fehlen frühmittelalterlicher Siedlungsnachweise und die
räumlich eng begrenzte Verbreitung der spärlichen Fundstellen aus
dieser Zeit verstehen. Diese frühe und äußerst wechselvolle
Geschichte des Hochwaldes möchte die Referentin vor dem Hintergrund
naturräumlicher und infrastruktureller Gegebenheiten über rund 1000
Jahre hinweg verfolgen – Einblicke in vergangene Lebenswelten sind dabei
selbstverständlich inklusive.

Veranstalter: Verein für Heimatkunde Nonnweiler in Kooperation mit dem
Nationalpark-Tor Keltenpark.

Details

Datum:
2. Dezember
Zeit:
18:00 - 20:00
Webseite:
https://nationalpark-tor-keltenpark.de

Veranstaltungsort

Nationalparktor Otzenhausen,
Ringwallstraße 80
Otzenhausen, 66620 Germany
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Veranstalter

Verein für Heimatkunde Nonnweiler e.V.
Nationalpark-Tor Keltenpark.