Bergbau- und Köhlerpfad rund um Walhausen feierlich eröffnet
Am vergangenen Sonntag wurde in der Köhlerhalle in Walhausen der neue „Bergbau- und Köhlerpfad“ feierlich eröffnet. Der rund 6,5 Kilometer lange Rundwanderweg ist ein Gemeinschaftsprojekt der Arbeitsgemeinschaft Walhauser Vereine und der Gemeinde Nohfelden. Er macht die jahrhundertealte Geschichte des Bergbaus und der Köhlerei rund um Walhausen erlebbar. Dies und die reizvolle Streckenführung durch die Natur haben einen für Ausflügler und Touristen gleichermaßen attraktiven Premiumwanderweg entstehen lassen.
Ursprünglich war geplant, die Eröffnung mit einer gemeinsamen Wanderung über den neuen Weg zu verbinden. Aufgrund der schlechten Witterung musste diese jedoch leider ausfallen. Stattdessen stellten Tim Nagel und Wolfgang Kilian den Bergbau- und Köhlerpfad im Rahmen einer anschaulichen Präsentation vor und gaben Einblicke in die geschichtlichen Hintergründe und Besonderheiten der Strecke.
Der Bereich zwischen Walhausen und Nohfelden war über mehrere Jahrhunderte geprägt vom Abbau von Kupfer- und Bleierz sowie von der Herstellung von Holzkohle, die als Brennstoff für die Verhüttung der Erze unverzichtbar war. Entlang des Weges lassen sich noch heute zahlreiche Spuren dieser Arbeitswelt entdecken. Dazu zählen ehemalige Bergbaubereiche mit Stollen und Schächten, historische Verkehrswege und alte Meilerplätze. Der neue Bergbau- und Köhlerpfad knüpft damit unmittelbar an die gelebten Traditionen Walhausens an.
Der Weg wurde als sogenanntes „Traumschleifchen“ der Wanderregion Saar-Hunsrück konzipiert und wird künftig mit den bestehenden Traumschleifen und -schleifchen beworben.
Ein besonderer Dank von Bürgermeister Andreas Veit gilt den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Arbeitsgemeinschaft Walhauser Vereine, die mit großem Einsatz und viel Herzblut zur Verwirklichung dieses Projektes beigetragen haben. Ebenso bedankt er sich bei allen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung und des Bauhofes für ihre Unterstützung.
Ein weiterer Dank gilt der KulturLandschaftsInitiative St. Wendeler Land (KuLanI), die das Projekt mit einer Förderung von 80 Prozent unterstützt. Bei Gesamtkosten von rund 63.500 Euro werden damit etwa 50.000 Euro durch Fördermittel abgedeckt.

des Weges vor / Foto: Gemeinde Nohfelden

Einweihungsveranstaltung / Foto: Gemeinde Nohfelden
