Partnergemeinde aus dem Senegal zu Besuch in Nohfelden
Vergangene Woche trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Nohfelden und der senegalesischen Partnergemeinde Balingore zu einem zweitägigen Netzwerktreffen westafrikanischer Städtepartnerschaften in Bonn sowie zu einem anschließenden Besuch im Saarland.
Organisiert wurde das Netzwerktreffen in Bonn von Engagement Global. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Kommunen aus Westafrika, unter anderem aus Ghana, Mali und dem Senegal kamen mit kommunalen Vertretern aus Deutschland zusammen. Im Mittelpunkt standen die Fragen, wie Projekte auf Augenhöhe umgesetzt werden können, wie Inklusion stärker berücksichtigt werden kann und wie sich aktuelle politische Entwicklungen auf die kommunale Partnerschaftsarbeit auswirken.
Für die Vertreterinnen und Vertreter aus Nohfelden war das Treffen zugleich eine besondere Gelegenheit zum Wiedersehen mit den langjährigen Partnern aus Balingore. Zwischen beiden Kommunen besteht seit 2019 eine Partnerschaft, die sich in den vergangenen Jahren zu einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit entwickelt hat.
Im Anschluss an das Netzwerktreffen reiste die Delegation nach Nohfelden. Dort stand unter anderem ein Besuch der Waldorfschule auf dem Programm. Den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 8 wurde die Partnerschaft vorgestellt. Ziel ist es, einen direkten Austausch zwischen Jugendlichen in Nohfelden und Schülerinnen und Schülern ähnlichen Alters in Balingore aufzubauen, die dort die deutsche Sprache lernen. Neben dem sprachlichen und kulturellen Austausch sollen insbesondere gemeinsame Themen aus den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stehen.
Ein weiterer Termin führte die Delegation in das Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes, dass auch für das Thema Entwicklungszusammenarbeit zuständig ist. Ministerin Christine Streichert-Clivot empfing die Gäste aus Nohfelden und Balingore. Gemeinsam präsentierten die Partnerkommunen ihre Zusammenarbeit und bereits realisierte Projekte. Die Ministerin zeigte großes Interesse an der lebendigen und funktionierenden Partnerschaft und signalisierte ihre Unterstützung für die Entwicklung weiterer gemeinsamer Projekte. Einen besonderen Schwerpunkt sieht die Ministerin dabei im Bildungsbereich.
Am Freitag stand der Besuch des Katastrophenschutzzentrums des Landkreises auf dem Programm. Der Bürgermeister von Balingore, selbst Meteorologe und mit Fragen des Klimaschutzes befasst, zeigte sich besonders interessiert an den Möglichkeiten der Bevölkerungsinformation, der Notfallvorsorge und des Katastrophenschutzes. Zahlreiche Anregungen und Informationen nahm er für die Arbeit in seiner Heimatgemeinde mit.
Die Gemeinden Nohfelden wird die Partnergemeinde Balingore auch zukünftig bei der Umsetzung von Projekten unterstützen. Wie bereits in der Vergangenheit sollen dabei insbesondere die nachhaltige Energieversorgung und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels im Mittelpunkt stehen.
Ein aktuelles Projekt setzt bereits bei der jungen Generation an: Junge Landwirtinnen und Landwirte in Balingore werden derzeit in ökologischer Landwirtschaft geschult. Gleichzeitig erhalten sie Unterstützung beim Aufbau einer eigenen Existenz. Die Ausbildung und Begleitung orientieren sich dabei an den Herausforderungen einer sich verändernden Klimasituation und sollen dazu beitragen, langfristig nachhaltige und zukunftsfähige Perspektiven für die Menschen vor Ort zu schaffen.




